Beim Fliegen ist es wie bei jeder anderen Sportart: Übung macht den Meister. Gerade im Luftsport kommt es auf viel Praxis an, denn schließlich gibt es hier die Höhe als dritte Dimension und man kann nicht einfach kurz am Seitenstreifen anhalten. Zu einem erfolgreichen Start gehört eine nicht minder erfolgreiche Landung, die viel Konzentration und Können erfordert. Wie aber läuft die Ausbildung für eine/n Luftsportgeräteführer*in ab?

Der Weg zur UL-Lizenz ist einfacher und kürzer als beim Motorflug, grundsätzlich aber ähnlich. Dennoch geht all das nie zulasten der Sicherheit (genaueres auch im Video).

Du willst jetzt wissen, was in der Ausbildung auf dich zukommt?

Praktische Ausbildung

Im Verlauf der ersten praktischen Ausbildungsstunden macht dein/e Fluglehrer*in dich mit den Verhältnissen am Flugplatz, dem allgemeinen Flugbetrieb und dem Umgang mit dem Fluggerät vertraut. Darin ist auch eingeschlossen das Ausfüllen des persönlichen Flugbuches und des Bordbuches, so wie die Handhabung des clubeigenen EDV-Systems. Die praktische fliegerische Ausbildung umfasst mindestens 30 Stunden. Neben der fliegerischen Grundausbildung werden in den Flügen mit Lehrer*in auch die folgenden Übungen absolviert:

Nach der Zustimmung durch eine/n 2. Fluglehrer*in, kann dann der erste Alleinflug erfolgen: Für alle Pilot*innen ein prägendes Erlebnis! Aber die Ausbildung ist damit noch nicht vorbei. Unter Aufsicht und Anleitung durch eine/n Fluglehrer*in werden nun min. 40 Starts und Landungen und 5* Flugstunden alleine absolviert unter anderem auch

* Die Alleinfugzeit ist in der Mindestgesamtstundenzahl von 30 enthalten
** Alleinüberlandflüge erst nach bestandener Theorieprüfung und nur mit schriftlichem Flugauftrag

Theoretische Ausbildung

Seminarraum in dem ein Lehrer anhand einer Beamerfolie Loxodrome und Orthodrome erklärt. Schüler sitzen in den Reihen und hören zu.

Neben der Ausbildung im Flugzeug selbst muss eine ganze Menge an Hintergrundwissen rund ums Fliegen gebüffelt werden. Nur so wird nämlich sichergestellt, dass Pilot*innen sich entsprechend der umfangreichen luftrechtlichen Bestimmungen korrekt verhalten und auch mit ungewöhnlichen Situationen zurechtkommen. Die Theorie umfasst insgesamt 60 Ausbildungsstunden in den Unterrichtsfächern

Ende der Ausbildung

Sowohl die praktische, als auch die theoretische Ausbildung werden am Ende mit einer Prüfung abgeschlossen. Die theoretische Prüfung in allen Unterrichtsfächern muss schon vor den Überland-Alleinflügen bestanden sein. Ebenso wie das Funksprechzeugnis (BZF I/II), welches in in einer gesonderten Prüfung erworben wird.

Nach der praktischen Prüfung ist man zwar für sich ein/e vollwertige/r UL-Pilot*in, hat aber noch keine Passagierflugberechtigung. Um auch Passagiere mitnehmen zu dürfen, schließt sich noch eine Ausbildung mit anschließender weiterer praktischer Prüfung an:

Papierkram

Vor dem Beginn der praktischen Ausbildung müssen dem/der Ausbildungsleiter*in folgende Unterlagen vorliegen:

Keine Sorge! Den Papierkram gehen wir auch gerne mit dir durch.

Noch Fragen?

Weitere Informationen auch auf der Seite vom Luftsportgerätebüro, bei unserer Abteilungsleitung-UL, oder komm einfach vorbei - am Wochenende triffst du fast immer jemanden von uns am Platz an. Denn zum Flugsport gehört auch die Geselligkeit. Und dabei kannst du gerne auch einen Blick in unseren Hangar werfen.